Kläranlagen

Die meisten Deutschen vertreten die Auffassung, dass unsere Trinkwasserqualität ausreichend gesichert ist. Die UNESCO-Studie 2003 listet Deutschland nur auf Platz 57 bezogen auf die Wasserqualität. Zur Listung des Weltwasser-Entwicklungsbericht »

Pflanzenkohle gegen Medikamente

Geeignete Filter können Rückstände von Medikamenten aus dem Trinkwasser entfernen. Jährlich werden in Deutschland über 8.000 Tonnen Medikamente mit ca. 1.500 verschiedenen Wirkstoffen eingenommen. Durch die Tierhaltung kommen pro Jahr allein 1.700 Tonnen Antibiotika hinzu. Die allermeisten Wirkstoffe werden im Körper von Menschen und Tieren nur zu einem Bruchteil abgebaut. So gelangt ein Großteil der Medikamente über Abwässer von Kläranlagen oder Gülle in Gewässer und Umwelt. Auch im Trinkwasser wurden Rückstände von Medikamenten schon nachgewiesen und stellen ein unkalkulierbares Risiko dar.

In Gewässern konnten zum Beispiel schon multiresistente Keime nachgewiesen werden, deren Entwicklung auf die Einleitung von Antibiotika zurückgeführt wird. Auch bei Wasserlebewesen wie Fischen und Fröschen zeigten sich in mit Medikamenten belasteten Gewässern Veränderungen in der Fruchtbarkeit und im Verhalten sowie Organschäden. Filter gegen Medikamente können besonders sinnvoll sein, wenn Trinkwasser aus Oberflächengewässern oder oberflächennahem Grundwasser gewonnen wird. Besondere Risiken gehen auch von eigenen Brunnen aus. Teilweise wurden in Brunnen und Gewässern schon bis zu 100 verschiedene Arznei-Wirkstoffe nachgewiesen.

Das Schmerzmittel Diclofenac, Antibiotika und Hormone aus der Anti-Baby-Pille gehören zu den am häufigsten gefundenen Wirkstoffen. Direkte schädliche Wirkungen auf den Menschen konnten durch Rückstände von Medikamenten im Trinkwasser bisher noch nicht beobachtet werden. Experten warnen allerdings vor den Langzeitfolgen durch die Aufnahme von Arznei-Wirkstoffen mit dem Trinkwasser. Ein Grund dafür ist die mögliche Wirkungsverstärkung durch mehrere gleichzeitig aufgenommene Arzneimittel.

Eines der größten Probleme im Wasser sind neben Arzneimittelrückständen Schadstoffe wie beispielsweise Schwermetalle sowie Pestizide. Kadmium und Quecksilber werden u.a. durch Kunstdünger über die Landwirtschaft auf Ackerböden ausgebracht und belasten bei Auswaschung das Grundwasser.

Pflanzenkohle adsorbiert (hält fest) Schadstoffe wie Arzneimittelsubstanzen, Pestizidrückstände, Chlor, Schwermetalle, schädliche Kohlenwasserstoffe, u.v.m.

Durch z.B. Regen werden große Mengen Nährstoffe bzw. Nitrate ungebremst in das Grundwasser ausgespült. U.a. erbgutverändernde Substanzen wie Quecksilber, Kadmium, Uran etc. sind bereits in sehr geringen Konzentrationen stark toxisch.

Aktivkohle kann solche Probleme lösen. Grundsätzlich sind Pflanzenkohlen auch als Aktivkohle verwendbar. Allerdings gibt es wesentliche Qualitätsunterschiede die für die Wasserreinigung entscheidend sind.

pflanzenkohle anlage

EGoS Pflanzenkohlen haben 500m²/g TM innere Oberfläche und damit im Schnitt eine über 50% höhere Wirksamkeit gegenüber herkömmlicher Pflanzenkohle.